11.11.2025
Ausstellung
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Fotoclubs
„Wenn die Seele flüstert, hört die Welt oft nicht zu …“
Am 28. und 29. Juni 2025 wurde Hechingen-Stetten zum Ort des Zuhörens. Die Fotoausstellung „Hörst du meine Seele Schreien“ von Maria Belicevska-Stein öffnete ein Fenster in eine stille Welt – die Welt der Depression.
68 Bilder, die nicht nur gesehen, sondern gefühlt werden wollen. Bilder, die den Schmerz sichtbar machen und die Hoffnung leuchten lassen.
Diese Ausstellung ist mehr als Kunst. Sie ist ein Aufruf: Hör hin. Sieh hin. Fühl hin.
Ein stiller Schrei in Bildern
Mit 68 ausdrucksstarken Fotografien gelang es der Künstlerin, die unsichtbare Last der Depression sichtbar zu machen. Die Bilder zeigen Gesichter, Gesten und Momente, die von Verletzlichkeit und Hoffnung erzählen. „Ich wollte zeigen, dass hinter jedem Lächeln eine Geschichte steckt – manchmal eine sehr schwere“, erklärt Belicevska-Stein.
Die Ausstellung war kein Ort der Traurigkeit, sondern ein Raum für Verständnis und Empathie. „Viele Menschen fühlen sich allein mit ihrer Krankheit. Mit meinen Bildern möchte ich sagen: Du bist nicht allein“, so die Fotografin weiter.
Große Resonanz – 150 Besucher fanden den Weg
Rund 150 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die Werke zu betrachten und ins Gespräch zu kommen. Einige blieben lange vor einzelnen Bildern stehen, andere suchten den Austausch mit der Künstlerin. „Es hat mich tief bewegt, wie offen die Menschen über ihre eigenen Erfahrungen gesprochen haben“, berichtet Belicevska-Stein.
Eine Besucherin fasste ihre Eindrücke so zusammen:
„Die Bilder haben mich mitten ins Herz getroffen. Sie zeigen, was Worte oft nicht ausdrücken können.“
Starke Unterstützung und breite Werbung
Damit die Ausstellung die Aufmerksamkeit erhielt, die sie verdient, wurde sie über verschiedene Kanäle beworben:
Regionale Zeitungen: Südwest Presse, Schwarzwälder Bote, Nussbaum, WOM Wochenzeitung
Unterstützt wurde das Projekt von DVF, den Fotofreunden Hechingen, Foto Kleinfeld Tübingen, Hornbach Tübingen sowie engagierten Privatpersonen.
Mehr als Kunst – ein Appell
Die Ausstellung „Hörst du meine Seele Schreien“ war mehr als eine Präsentation von Fotografien. Sie war ein Appell, hinzusehen und zuzuhören. Depression ist keine Schwäche, sondern eine Krankheit, die jeden treffen kann. Kunst kann helfen, Brücken zu bauen – zwischen Betroffenen und der Gesellschaft.
Der Erlös der Spenden ging an den Verein WEISSER RING e. V.